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KUNST / KULTUR

Die Entstehung eines ungewöhnlichen Superhelden

Der 43-jährige Michel Fornasier wurde mit einem Handicap geboren: Im Gegensatz zu seinem Bruder fehlt ihm von Geburt an die rechte Hand. Eine Einschränkung, die gerade in Kindheitstagen zu einigen Schwierigkeiten und Selbstzweifeln führte. Seine Eltern ermöglichten ihm eine Kindheit voller Liebe, Zuneigung und, was vielleicht am wichtigsten ist, der gleichen Behandlung wie seinen Bruder. Er bekam die gleiche Liebe und gleiche Strenge. Dieser Respekt und diese Akzeptanz bildeten erst die Basis für die erfolgreiche Inklusion in seiner Familie.

Es gibt sicher größere Einschränkungen für Menschen, jedoch war seine Eine sehr sichtbar. Als Jugendlicher im Schwimmbad lagen alle Blicke auf seinem vermeintlichen Verlust. Dem Unterscheid zu den anderen.

Von vermeintlichem Handicap zur „Superkraft“

Erst in den letzten zehn Jahren lernte Michel Fornasier, seine vermeintliche Schwäche in eine Stärke umzuwandeln. Jeder Mensch trägt Ecken, Kanten und Makel mit sich. Sie sind wie die unterschiedlichen Farben und Blüten in einem bunten Strauß. Eine schöne Metapher für die einzigartige Schönheit eines jeden Menschen. Für die Vielfalt in unserer modernen Gesellschaft.

Vor fünf Jahren gab es dann einen weiteren wichtigen Meilenstein in seinem Leben:  Er bekam eine speziell gefertigte bionische Hand, die durch Nervenimpulse gesteuert werden kann. Dieses High-Tech-Gerät am Ende seines biologischen Armes beeindruckte besonders Kinder. Immer wieder kamen Fragen wie: Hast du Superkräfte? Was kannst du alles Unglaubliches mit dieser Hand machen?

BIONIC MAN-ein Superheld zu Anfassen

Zunächst verneinte Michel Fornasier die Frage nach möglichen „Superkräften“ energisch. Doch im Laufe der Zeit entstand die Idee, diese Vorstellung mit etwas Fantasie weiter zu denken. Es kam die Überlegung auf, ob die künstliche Hand nicht mehr sein könnte als nur eine Prothese. Und damit schlug die Geburtsstunde von BIONIC MAN.

Als „Superheld“, der vor allem für Kinder eine Inspiration und ein Vorbild darstellen soll, besucht er u.a. Schulen und Spitäler. Dabei steht allerdings bald nicht mehr nur die Hand im Mittelpunkt. Vielmehr begegnet er den jungen Menschen auf Augenhöhe und will ihnen das Gefühl vermitteln, dass er einer von ihnen und für die da ist und so ihr Selbstvertrauen stärken. Außerdem tat Michel Fornasier sich mit dem wie er selbst aus der Schweiz stammenden Comiczeichner David Boller, der u.a. auch für Marvel arbeitete, für eine Kooperation zusammen. Gemeinsam entwarfen die beiden eine Geschichte rund um BIONIC MAN als Buch, welches das Potenzial hat, noch mehr Mensch zu erreichen. Auf diese Weise ist aus einem Defizit eine reale Kraft geworden, die Hoffnung geben kann.

Give Children a Hand Foundation
Haselrain 5
CH-3186 Düdingen

www.bionicman.ch

Telefon: +41 76 388 3569
Email: contact@bionicman-official.com

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KUNST / KULTUR

Das NEUE THEATER feiert seinen sechzigsten Geburtstag

Es begann am 16.Mai 1962, als James von Berlepsch zunächst das „Kleine Theater“ in der Hannoveraner Mehlstraße ins Leben rief. Zwei Jahre später wurde es nach dem Umzug in die Georgstraße in „NEUES THEATER HANNOVER“ umbenannt. Seit 200ß wird es vom Sohn des Gründers, Christopher von Berlepsch, in zweiter Generation geleitet. Er entschied sich trotz finanzieller Probleme und geringer Auslastung, die auch zur Schließung hätten führen können, das Theater zu übernehmen.

Das Trio an der Spitze des Hauses bilden mit ihm zusammen Mirja Schröder, seit 2014 Betriebsleiterin, und James von Berlepschs beruflicher Ziehsohn Florian Battermann, der bereits als Praktikant ans NEUE THEATER kam und inzwischen auch ein eigenes Unterhaltungstheater in Braunschweig betreibt.

Das Theater findet zurück in die Erfolgsspur

Innerhalb weniger Jahre konnte das Theater wieder deutlich mehr Gäste anziehen und somit war das Bestehen des Hauses gesichert. Daran hatten vor allem auch die beim Publikum beliebten Komödien im Programm, wie etwa „LANDEIER – oder Bauern suchen Frauen“, „DER MUSTERGATTE“, „OPA IST DIE BESTE OMA“, „HOTEL MAMA“ oder „DIE TOTEN AUGEN VON LONDON“ einen nicht geringen Anteil. Die bisher erfolgreichste Spielzeit konnte das Theater in der Saison 2014/2015 verzeichnen. Ein ähnlicher Besucherandrang war auch beim Stück „NACKTE TATSACHEN“, der 212. Produktion, zu beobachten. Man war mit einer Auslastung von 85% auf dem Weg zu einem Zuschauerrekord, doch dann schlug die Corona-Pandemie zu.

www.neuestheater-hannover.de

Der Neustart nach der Schließung gelingt trotz Schwierigkeiten

 Im Juli 2021 konnten nach einer 16-monatigen Zwangspause zunächst auf einer vom Verein VfL Eintracht Hannover auf seinem Gelände zur Verfügung gestellten Ersatzspielfläche wieder Aufführungen stattfinden. Diese Kooperation sowie finanzielle Hilfen des Bundes trugen wesentlich zum Fortbestand des privat betriebenen Theaters bei. Die Jubiläumsspielzeit 2022/2023 bietet nun einen facettenreichen Spielplan und wird am 16. Juni mit der Wiederaufnahme des Stücks „LANDEIER – oder Bauern suchen Frauen“ eröffnet.  Diese Entwicklung gibt dem Team des NEUEN THEATERS Anlass, optimistisch in die Zukunft zu blicken.

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KUNST / KULTUR

„Eine perfekte Chaotin“ – Der neue Roman von Barbara Dehmelt

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Wenn man von einem geliebten Menschen in Kürze Abschied nehmen muss, dann kommen viele Geschichten auf den Tisch, die eigentlich längst in Vergessenheit geraten sind. Wenn der Tod dann auch noch auf sich warten lässt, werden die Erinnerungen immer umfangreicher. Barbara Dehmelt hat mit ihrem ersten Roman „grenz:zeiten“ genau diese Thematik unter die Lupe genommen und einige Jahrzehnte deutscher Geschichte auf tiefgründige und humorvolle Art in ein Buch gepackt. Nun ist ihr neuer Roman „Eine perfekte Chaotin“ erschienen. Wiederum kommt trotz aller Ernsthaftigkeit auch der Humor nicht zu kurz. Doch worum geht es eigentlich in „Eine perfekte Chaotin“?

Es ist nicht alles Gold, was glänzt

Die divenhafte Ricarda ist die Protagonistin im Roman „Eine perfekte Chaotin“. Sie ist stets perfekt gestylt, exzentrisch und legt großen Wert darauf, was andere Leute von ihr denken. Doch ihr schillernder Look ist nur eine Fassade, denn im realen Leben sieht ihr Alltag ganz anders aus. Zuhause herrscht Chaos. Auto und Wohnung sind zugemüllt. Ihre Finanzen hat sie ohnehin nicht im Griff und mit ordentlicher Haushaltsführung hat sie so gar nichts am Hut. Dabei hatte sie doch in jungen Jahren so viel vor. In den 60er-Jahren wollte sie die Welt verändern, lehnte sich gegen bürgerliche Strukturen auf und lernte die „freie Liebe“ kennen. Wie konnte ihr Leben nur so aus dem Ruder laufen? Die Geschichte spielt in Düren, Aachen und Hannover. Die Leser bekommen anhand von interessanten Rückblicken ein Gespür für Ricarda und sind davon ergriffen, dass dieses naive Kind der 60er-Jahre niemals erwachsen wurde. Doch was bleibt vom Leben, wenn man nur noch wenige Tage hat und auf der Palliativstation in Erinnerungen lebt? Barbara Dehmelt schafft es mit ihren Romanen immer wieder, große Sympathien für ihre Hauptcharaktere zu entwickeln. Der Romantitel „Eine perfekte Chaotin“ ist ein Widerspruch in sich und doch sinnbildlich für die Handlung.

Eine Autorin mit Weitblick

Barbara Dehmelt weiß genau, von was sie schreibt. Die im Jahr 1946 in Thüringen geborene Autorin ist in Hannover aufgewachsen und arbeitete zunächst als Kindergärtnerin mit geistig Behinderten. Später war sie als Fachlehrerin für Werken und Sport aktiv. Sie studierte Germanistik und Sozialwissenschaften, ehe sie bis zu ihrer Pensionierung als Gymnasiallehrerin tätig war. Inzwischen schreibt sie erfolgreich Romane, die zumeist auf einem geschichtlichen Hintergrund basieren.

Das Buch ist erhältlich in der

Kleefelder Buchhandlung

Kichröder Str. 107

30625 Hannover

Tel.: 0511-3632737

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KUNST / KULTUR

Maikäfer flieg

Moin!

Nun hat er also begonnen, der Wonnemonat Mai.  Den Tanz in den Mai haben wir hinter uns und dürfen uns noch auf Himmelfahrt- einige nennen es auch Vatertag, sowie auf die Pfingstausflüge freuen. Und dann stehen ja noch zahlreiche finale Entscheidungen im Fußball an. Das ganze lässt mein Herz höher schlagen.

Doch wäre ich nicht ich, wenn ich mir über keine anderen wichtige Dinge im Leben Gedanken machen würde.

Anfang April hatte ich auf meinen Seiten bei Facebook und Instagram ein Statement geschrieben, was nicht nur in den sozialen Medien für große Aufmerksamkeit sorgte.  Da sich die Situation, die ich dort thematisiert hatte, leider noch nicht erheblich verbessert hat, finde ich es wichtig sie erneut aufzugreifen, denn anscheinend ist der schreckliche Angriffskrieg in der Ukraine immer noch nicht genug für eine Menschengruppe! Es fangen weltweit einige kleingeistige menschliche Lautsprecher an, russische Menschen-, mit denen wir seit Jahren in unseren eigenen Ländern friedlich und freundschaftlich zusammenleben, zu denunzieren, zu beschimpfen und auszugrenzen.

Ich schäme mich dafür! Wenn wir anfangen, über andere Menschen zu urteilen, deren politische Ausrichtung wir gar nicht kennen, sie sogar stigmatisieren und verfolgen, sind wir nicht besser als die Kriegstreiber dieser Erde!

Wie so viele andere Menschen werde ich weiterhin mit meinen Möglichkeiten versuchen, den Menschen in der Ukraine zu helfen und das gemeinsam mit meinen russischen, polnischen, baltischen, tschechischen und ungarischen Freunden aus der Nachbarschaft!

Täglich ist es für mich traurig und schmerzhaft zu sehen, wie es den Menschen in der Ukraine und Russland ergeht. Ein Brüdervolk, verbunden mit Familien auf beiden Seiten. Ich wünsche mir aus tiefstem Herzen und dieses nicht nur für die Menschen in der Ukraine und Russland: Brüderlichkeit, Frieden und Freiheit! Bitte, Maikäfer flieg!

Bei Geschichten über Brüdern erinnere ich mich auch immer wieder an „Kain und Abel“. Kain war neidisch auf seinen Bruder Abel. In Kain brodelten böse Gedanken, bis sie explodierten und er seinen Bruder Abel erschlug  Damit wurde er laut Bibel zum ersten Mörder.

Dass es aber auch andere Geschichten über Brüder gibt, bei denen kein Neidfaktor vorhanden ist und die trotzdem von ihrem Wesen so unterschiedlich sind, durfte ich in einer interessanten Autobiografie über die beiden Schauspielbrüder Wotan Wilke und Sönke Möhring nachlesen. Ich fand ihre Geschichte hinter der Schauspielerei so spannend, dass ich gleich einige Fragen an die beiden Jungs hatte und unbedingt ihr Buch „Rausch & Freiheit“ in meiner Kolumne vorstellen möchte.

WOTAN WILKE & SÖNKE MÖHRING

RAUSCH UND FREIHEIT

Über das Leben, die Nacht und das Brüdersein. Die Autobiografie

Zwei Schauspieler in einer Doppel-Biografie.

Über das Ausbrechen, Ankommen und Brudersein

Die Brüder Sönke und Wotan Wilke Möhring gehören zu Deutschlands erfolgreichsten Schauspielern. Bei allen Unterschieden zwischen den beiden ist ihre Beziehung von klein auf geprägt von Vertrauen und Offenheit. In einer Doppel-Biografie erzählen sie jetzt gemeinsam ihr Leben samt aller Höhepunkte, Niederlagen, Brüche und Versöhnungen: Wie sie im Ratinger Hof in Düsseldorf gemeinsam feierten, Autos knacken, sich aber erst nach dem Abitur wirklich näher kommen, wie sie in den USA in einer Kleinstadt am Fuße der Catskill Mountains, Columbia County, in einem Sozialprojekt arbeiten und dann in New York die Geburtsstunde der House-Musik erlebten und Sönke dort beim LSD-Trip fast ums Leben kommt. Sie erzählen von der Zeit beim Bund als Fallschirmjäger und von dem Rausch im freien Fall. Schließlich wie sie ins wilde Techno-Berlin der 1990er Jahre eintauchten. Ihr Buch ist ein aufregender Trip durch die Popkultur und die Geschichte zweier Brüder auf der Suche nach Freiheit.

Erstmals blicken Sönke und Wotan Wilke Möhring nach jahrzehntelanger Schauspiel-Karriere in ihrer gemeinsamen Autobiografie zurück auf ihre Leben vor der Kamera und abseits des Scheinwerferlichts. Sie schildern ihre gemeinsame Zeit in New York und im Berlin der Nachwendezeit, zeichnen nach, was sie aus Niederlagen gelernt haben und wie sie ihren Platz im Leben gefunden haben. Immer im Zentrum der gemeinsamen Erzählung steht dabei auch ihre innige Beziehung als zwei Brüder, die gemeinsam aufwachsen, erwachsen und erfolgreich werden und sich in allen Lebenslagen aufeinander verlassen können.

„Endlich mal eine Autobiografie, die auch wirklich diesen Namen zu Recht trägt. Ein tolles Buch und dies nicht nur für Leser, die ein Teil der Popkultur der 80er und 90er Jahre waren. Es ist genauso eine mutmachende Geschichte von einer innigen Bruderliebe, wie man sie oft nur in fiktiven Romanen erlebt. Das Buch „Rausch und Freiheit“ ist ein Plädoyer für Freundschaft, Liebe, dem Streben nach Freiheit und mit der klaren Botschaft, seine Träume auch nach Niederlagen nicht aufzugeben.“

Interview:

Moin! Euer Buch hat mir viel Freude bereitet. Es hebt sich von den üblichen Autobiografien prominenter Menschen deutlich ab, weil ihr keine Schönfärberei betreibt.

Jando:  Wann reifte bei euch beiden der Entschluss, euer bewegtes Leben mit allen seinen positiven, wie auch negativen Erlebnissen niederzuschreiben?

Wotan: Auslöser dazu war tatsächlich der Verlag selbst, welcher uns einfach fragte ob wir es uns vorstellen könnten, über und mit uns ein Buch zu machen.

Sönke: Wenn wir anderen unsere gemeinsamen Erlebnisse erzählten, merkten wir immer, dass unsere Konstellation und unser gemeinsamer Weg für alle ungewöhnlich war.

Wotan: Aber es je auf Papier zu bringen, war uns dennoch bisher nie selber in den Sinn gekommen. Schließlich fühlte sich für uns unsere Verbindung ja immer ganz normal an.

Sönke: Umso schöner das der Verlag auf uns zu kam und dafür gesorgt hat, das wir unsere Erinnerungen nicht nur für die Leser sondern auch für uns selbst noch einmal aufleben lassen konnten und sie ein wenig zu konservieren.

Jando: Mir hat eure beschriebene gemeinsame Zeit in New York besonders gut gefallen. Ich als alter Rocker, überlege die ganze Zeit wie wohl ein alter Punker wie Wotan  mit der Erstehung der House-Musik abgegangen  sein muss? Für Sönke war NY ja ein krasser Trip, der ihm fast das Leben gekostet hätte. Mögt ihr beiden für unsere Leser ein wenig spoilern?

Sönke: Spoilern will ich nichts,  aber sagen wir mal so: es war ein Sprung ins kalte Wasser mit einer für mich weit reichenden Erkenntnis: trau Dich und gehe neue Wege.

Wotan: Was man nicht kennt muss nicht schlecht sein im Gegenteil. Insofern war es kein Kulturschock sondern ganz im Gegenteil: eine Bereicherung in allen Belangen.

Jando: Als ich die letzte Seite eurer Autobiografie zuschlug, hatte ich das wohlige Gefühl, dass euch Brüder auch gar nichts auseinander bringen kann und jeder sich auf den anderen blind verlassen kann. Ist dem so?

Sönke: Ja das ist so. Das ist zum einen die, nennen wir es mal ganz trocken,  genetische Verbindung aber besonders die unendliche Verbundenheit und das Vertrauen in den anderen, was sich durch unsere lange gemeinsame Zeit aufgebaut hat. Das geht weit über das klassische Brüderbild hinaus.

Wotan: Wir wissen was wir aneinander haben und das wir uns aufeinander verlassen können. Bis der letzte das Licht ausmacht.

Jando: Aber jetzt mal Hand aufs Herz: Sollte sich einer von euch von dem BVB als Fan abwenden, wäre das nicht ein echter Bruch der großen Brüderfreundschaft? (Jando grinst)

Wotan und Sönke unisono: Das wird niemals passieren. Nur der BVB!

Jando: Was steht als nächstes bei euch an? Ich würde es toll finden, euch in einem gemeinsamen Film zu sehen! Gibt es dafür eine Chance?

Sönke: Wir drehen in Kürze tatsächlich zusammen. Und dann auch noch Brüder aber das ist alles noch im Top Secret Stadium.

Wotan: Und dann gibt es noch unsere Lesetour die mit der Premiere am 2. Mai in Berlin beginnt.

Jando: Danke, dass ihr euch die Zeit genommen habt meine Fragen zu beantworten

Filmvorstellung mit Wotan Wilke Möhring

„Weil wir Champions sind“

Was ist schon „normal“? Diese Frage stellt die berührende Komödie „Weil wir Champions sind“, die das Anderssein feiert und humorvoll an einen inklusiven Umgang mit allen Menschen appelliert. „Weil wir Champions sind“ auf RTL+ – und ab dem 25. Mai 2022 um 20.15 Uhr bei VOX.

Vor der Kamera steht Wotan Wilke Möhring („Das perfekte Geheimnis“, „Tatort“) als erfolgsverwöhnter Basketballtrainer, der nach einigen Fehltritten Sozialstunden ableisten muss. Das bedeutet für ihn: Das neue Team des Bundesliga-Trainers ist eine Mannschaft mit kognitiv beeinträchtigten Menschen. Die neun Basketballer:innen sind die Stars dieser warmherzigen Geschichte – und werden ausnahmslos von Menschen mit Behinderung gespielt, die allesamt ihr Schauspieldebüt vor der Kamera feiern. Antonia Riet, Tanino Camilleri, Luca Davidhaimann, Christian Forst, Nico Michels, Jonas Relitzki, Jochen Riemer, Simon Rupp und Matthias Sander sind Teil der Mannschaft.

In weiteren Rollen sind Katharina Schüttler („Dogs of Berlin“), Ben Münchow („Das Boot“), Ursula Werner („Der Junge muss an die frische Luft“) und Sabine Vitua („Pastewka“) zu sehen.

„Ein ganz besonderer, wichtiger Film mit einer tollen Botschaft für die ganze Familie.“

Serienvorstellung mit Sönke Möhring

„Der König von Palma“

Ausschweifend, zwanglos, ekstatisch – der berühmt-berüchtigte „Ballermann“ steht für ausgelassene Feierstimmung. Der Partytourismus an der Playa de Palma, wie ihn sich aktuell viele wieder herbeisehnen, erlebte nach dem Kollaps der DDR seinen Boom. Das 6-teilige RTL+ Original „Der König von Palma“ zeigt erstmals in Serie, wie Mallorca zur Touristenhochburg emporstieg und wie hart umkämpft das Millionengeschäft mit den wiedervereinigten Deutschen Anfang der Neunzigerjahre war. Denn hinter den Kulissen profitierten Goldgräber vom Massentourismus und kämpften dafür mit härtesten Bandagen.

In seiner ersten Serienhauptrolle seit „Der letzte Bulle“ steht Henning Baum, in weiteren Rollen spielen u.a. Sönke Möhring („Inglourious Basterds“) ,Sandra Borgmann („Dark“), Pia-Micaela Barucki („Charité“), Martin Semmelrogge („Das Boot“), Eva Mona Rodekirchen („Gute Zeiten, schlechte Zeiten“), André Hennicke („Sophie Scholl – Die letzten Tage“) und Lucas Cordalis.

Mallorca ist ein nie erzählter deutscher Mikrokosmos, der wie kein anderer Ort die wilde Feierstimmung eines ganzen Volkes ausdrückt. Anfang der Neunzigerjahre erlebte die Baleareninsel eine glamouröse, ausschweifende und zugleich angsteinflößende Ära, die penibel genau recherchiert wurde und mit „Der König von Palma“ zum Leben erweckt wird.

Das Streaming Portal RTL+ zeigt alle sechs Episoden der ersten Staffel. Die zweite Staffel ist schon in Auftrag gegeben.

„Eine perfekte unterhaltsame und spannende Einstimmung auf den anstehenden Sommer.“

 

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Hoffest bei der Laatzener Tafel inkl. „Feierabendimpfen“

Die Corona-Pandemie rückt gesellschaftlich allmählich in den Hintergrund, ist aber noch nicht vorbei. Wer sich noch impfen lassen möchte, hat am 21.04. bei der Laatzener Tafel die Gelegenheit dazu. “ Wir freuen uns, dass wir unsere Räume zum vierten Mal für eine Impfaktion zur Verfügung stellen können”, erklärt Dietlind Osterkamp, die 1.Vorsitzende des Vereins. Die Region Hannover kündigt an, dass hierbei sowohl Erst- als auch Zweit- und Dritt- bzw. Boosterimpfungen durchgeführt werden sollen. Ein Ärzteteam klärt vor Ort über mögliche Fragen auf, die notwendigen Unterlagen gibt es dort ebenfalls.

Buntes Rahmenprogramm

Einen weiteren Anreiz, unabhängig von der Impfmöglichkeit die Laatzener Tafel zu besuchen, bildet das Parallelprogramm mit musikalischer Untermalung durch einen Auftritt des Hannoveraner Akkustik-Pop-Duos pianovoice, bestehend aus Manuel Rogall und Benjamin Schramm. Die Besucher können sich auf Klavier- und Gesangsdarbietungen freuen. Zudem ist eine kleine Pflanzentauschbörse geplant.

Laatzener Tafel für Hemmingen, Laatzen und Pattensen e.V.

Hildesheimer Str. 227

Laatzen-Grasdorf

Donnerstag 21.04.22

15:00 bis 20:00 Uhr

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“The Clairvoyants” verzaubern im Theater am Aegi

Es wird magisch im Theater am Aegi: Thommy Ten & Amélie van Tass, zusammen bekannt als “The Clairvoyants”, machen mit ihrer Show “Zweifach zauberhaft” in Hannover Station. Die beiden Österreicher haben bereits im Rahmen ihres Engagements in Las Vegas 150 von insgesamt 500 Shows als Headliner von „America’s Got Talent Vegas LIVE“ im LUXOR HOTEL und drehten für die Sendung “Masters of Illusion”.

Nach Auftritten in den USA kommen die Weltmeister der Mentalmagie mit ihrer Show nach Europa und machen am 06.04. Halt in der niedersächsischen Hauptstadt. Ihre bisherigen Erfolge sind beachtlich: Oscar der Zauberkunst in Hollywood, Hauptact der erfolgreichsten Zaubershow am New Yorker Broadway aller Zeiten, eigene US-Fernsehshows 2021 und 2022, ausverkaufte Hallen rund um den Globus. Nun Kehren sie nach Europa zurück. „Wir sind auf der ganzen Welt unterwegs, deshalb sind unsere Gastspiele im
deutschsprachigen Raum immer etwas ganz Besonderes“, erklären die “The Clairvoyants” in einer Mitteilung.

Letzte Chance – 06.04.22 um 19:30

Karten gibt es auch an der Abendkasse

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KUNST / KULTUR

Von Logogestaltung und New-Work-Arbeitsmodellen

Vor 12 Jahren beginnt unsere Geschichte. Eine Geschichte von Freundschaft, Leidenschaft für Design und der Frage danach, wie wir arbeiten und leben wollen. Im Studium der visuellen Kommunikation haben Charleen und ich uns kennengelernt. Schon in den ersten gemeinsamen Seminaren haben wir uns angefreundet und innerhalb weniger Semester konnten wir uns nichtmehr voneinanderer lösen. Gruppenarbeiten waren bei uns immer Teamwork. Wir wussten wie die andere arbeitet, wie sie gestaltet und konzeptioniert. Wir konnten uns auf die andere verlassen. Kein Aufgaben von anderen nacharbeiten, kein nerviges Nachfragen, nach fehlenden oder halbherzig Erfüllten Aufgaben. Wir wussten die andere macht ihre to do’s und das mit vollem Eifer. Wir passen nicht nur menschlich, sondern auch beruflich perfekt zusammen – wobei wir diese beiden Sachen auch heute nicht voneinander trennen.

Charleen: “Dare to be different”

Charleen ist die Frau mit Abenteuerlust. Sie ist offen für Unbekanntes und liebt es neue, unkonventionelle Wege auszuprobieren. Schon im Studium hat sie die Liebe zum Reisen entdeckt, hat ein mehrmonatiges Praktikum in Peking absolviert und war danach kaum noch aufzuhalten. Verschiedenste Länder Südostasiens hat sie bereits erkundet. Ihr Laptop wurde zu ihrem treuen Begleiter. Doch neben dem Reisen und Erkunden wurde auch gearbeitet. Ihre Jobs hier in Deutschland hat sie als digitale Nomadin gemeistert. Während des Masters in Kambodscha leben oder im Coworkingspace in Indonesien arbeiten? Alles kein Problem.

Elena: “Wissen ist da, um geteilt zu werden!”

Ich – Elena – bin der Ruhepol. Ich lebe und arbeite in Hannover. Nah bei meiner Familie. Der enge Kontakt mit ihnen gibt mir Inspiration und Ausgleich. Durch meine Dozentinnentätigkeit an der Hochschule Hannover bin ich mit meiner Arbeit ortsgebunden. In meinen Kursen zeige ich verschiedenen analoge Druckverfahren, wie Monotypie und Gelatinedruck, erkläre die Wichtigkeit von Schriftgestaltung und wie Bilder und Texte am besten angeordnet werden. Dabei haben fast alle meine Kurse einen künstlerischen Aspekt. Und so verbringe ich auch meine Freizeit ebenfalls mit diesen Techniken. Ich probiere gerne neue Dinge aus und liebe es neue Drucktechniken zu lernen. Der Linolschnitt begeistert mich im Moment am meisten.

Unser Start in die Selbstständigkeit

Nach unserem Studium standen wir vor der großen Frage: Wo und wie wollen wir arbeiten? Für uns beide war klar, dass wir keine Lust auf den standard Agenturalltag haben. Doch wie funktioniert es, sich selbstständig zu machen? Wäre das eine Option? Kurze Antwort: JA! Und es ist die beste Entscheidung für uns geworden, denn wir haben zusammen gegründet. Wir wollten keine Alleinkämpferinnen sein, sondern unsere Freundschaft auch im Berufsalltag leben. Vor 5 Jahren haben wir dann zusammen unser erstes Unternehmen “frei im format | KREATIVBÜRO” gegründet. Wir befassen uns mit der Erstellung von Markenidentitäten, die durch das Corporate Design ein Gesicht bekommen. Unsere zweite Leidenschaft ist das Design Thinking. Das ist eine Innovationsmethode, bestehend aus fünf Phasen, um aktuelle Situationen zu hinterfragen und kreative Lösungen zu entwickeln. Im Masterstudium haben wir die Methode kennen und lieben gelernt. Sie ist zu unserer Philosophie geworden und findet in allen unserer Arbeitsschritte ihren Platz.

Nun war also klar was wir beruflich machen wollen. Die Frage danach, wie wir arbeiten wollen begleitet uns weiterhin. Denn nur weil es bestimmte gesellschaftliche Vorstellungen, wie den berühmten 9-to-5-Job gibt, heißt das ja noch lange nicht, dass “frei im format” das auch machen muss. Wir haben mit unserem Vertrauen und Offenheit füreinander eine gute Basis, um neue und unkonventionelle Arbeitsmodelle zu erfinden. Unser Logoworkshop ist der Beweis dafür, dass wir das gleiche Angebot mit unseren Kund:innen vor Ort im Studio aber auch im digitalen Raum stattfinden lassen können. Mit den richtigen Tools wie digitalen Whiteboards ermöglichen wir nicht nur eine interaktive und spielerische

Zusammenarbeit, sondern sind auch hier Vorreiterinnen, wie die digitale Zusammenarbeit der Zukunft aussehen kann. Dies beweisen wir nicht nur in der Online Lehre als Design Dozentinnen an der Hochschule Hannover, sondern auch mit unserer zweiten Gründung “TOOLER”, wo wir anderen Menschen zeigen, wie innovative Online Workshops aussehen können. Trotz der physischen Entfernung während der Online Workshops, haben wir es geschafft die Nähe zu unseren Kund:innen zu behalten.

In unserem Logoworkshop entwickeln wir gemeinsam mit Gründer:innen ein Corporate Design an nur einem Tag. Dieses innovative Format gelingt uns vor Ort im Studio, aber auch online. Unsere Kund:innen sind eng mit dem Gestaltungsprozess verbunden , was sonst in der Branche nicht üblich ist. Sie entscheiden bei der Entwicklung der Markenidentität von Anfang an mit, somit konnten wir den ansonsten monatelangen Gestaltungsprozess revolutionieren und diese Werte sind uns bei der Arbeit wichtig, egal ob digital oder offline.

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Starke Symbolik im Einsatz für die Natur

Bodyart Künstler Jörg Düsterwald

Der BODYART Künstler Jörg Düsterwald zaubert seit Jahrzehnten Farbe auf Körper aller Art. Vornehmlich verbindet seine Arbeit eine Mischung aus Bodypainting und Inszenierung. Viele seiner Werke entstehen durch die Verbindung von Mensch und Natur. Hierbei verschwimmt das bemalte Model nahezu komplett mit der Umgebung. Von Küstenlandschaften bis zum Forst reichen die künstlerischen Sphären in denen Düsterwald die Akt-Modelle aufwendig in Szene setzt.  

In seinem jährlich erscheinenden BODYART Kalender zeigt er die ganze Schönheit der Natur. Die kunstvollen Motive sind Augenweide und Mahnmal in einem. Eine Erinnerung an alle, unsere Natur zu schätzen und zu bewahren. 

In Eigenregie vertreibt der renommierte Künstler seine Werke über Websites und Empfehlung. Bei dem Bestellvorgang bot er seinen Fans als Option die Möglichkeit einer kleinen Spende an. Die gesammelten Spenden wurden nun an den Landesverband BUND-Niedersachsen übergeben.

„Die Spende ist nicht projektbezogen, sondern möge dort genutzt werden, wo es sinnvoll erscheint“, sagt Düsterwald. 

Seit mehr als 60 Jahren setzt sich der BUND Niedersachsen für den Schutz von Natur und Umwelt ein. Dafür arbeitet der Verband mit unzähligen Helfern zwischen Harz und Küste zusammen. Der BUND Niedersachsen kann mit starker Stimme als Anwalt der Natur auftreten, denn er vereint mehr als 38.000 Mitglieder und Förderer.

Kontakt Jörg Düsterwald: 

Atelier Jörg Düsterwald

31787 Hameln / Hoyastraße 12

Telefon: Festnetz: 05151 – 78 33 76 // mobil: 0172 – 418 94 92

eMail: atelier@duesterwald-art.de

Website: www.duesterwald-art.de

 

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Asphalt – ein Projekt mit Dreifach-Wirkung

Vor 27 Jahren wurde in Hannover ein Straßenmagazin gegründet, das heute Menschen nicht nur Perspektive gibt, sondern auch Sozialarbeit leistet

Am Anfang war das Wort, oder besser gesagt: Worte: Vor 27 Jahren erschien in Hannover erstmals „Asphalt“, das Straßenmagazin. „Ziel war es, mit dem Magazin die Menschen in Hannover und anderen Orten über die Problematik Wohnungslosigkeit und Armut zu informieren“, sagt Heiko Deppe vom Diakonischen Werk, Stadtverband Hannover, das Hauptgesellschafter von Asphalt ist. Heute ist „Asphalt“ aber weit mehr als ein Straßenmagazin, das Menschen in Notlagen über den Straßenverkauf des Magazins Hilfe zur Selbsthilfe anbietet. „Asphalt“ leistet für seine Verkäufer:innen auch Sozialarbeit, organisiert Veranstaltungen, immer um Eins zu verwirklichen: Den Menschen eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen, denen es aus eigener Kraft nicht möglich ist.

„Das Magazin ist und bleibt die Grundlage der Arbeit von Asphalt, hierzu zählt sicher auch die Präsenz der Verkäufer:innen in der Öffentlichkeit“, sagt Asphalt-Geschäftsführer Georg Rinke. Er betont aber auch: „Fakt ist, wir sind kein Magazin, wir haben ein Magazin.“ Das Ziel sei zwar immer noch dasselbe – Menschen über Arbeit und in Würde eine Chance zu geben. „Aber der Bereich Sozialarbeit, die Rückführung in „normale“ Lebensumstände, das (Wieder-)herstellen von „Würde“, bei uns auch über den Tod hinaus (Baum im Ruheforst), das sind Themen die mehr an Bedeutung gewinnen“, erklärt Rinke: „Es reicht einfach nicht mehr, ein Magazin zum Verkauf anzubieten.“

Ideen, wie das umgesetzt werden kann, gibt es Einige. Das Team von „Asphalt“ setzt dabei auf Zusammenarbeit von verschiedenen Institutionen in Hannover, um beispielsweise einen spezieller Frauenrundgang oder Stammtische in verschiedenen sozialen Einrichtungen umzusetzen. Der Asphalt-Geschäftsführer ist dabei ein unermüdlicher Netzwerker, wenn es darum geht, Menschen und Organisationen zusammenzubringen. „Die Vernetzung der sozialen Einrichtungen, aber eben auch zur Wirtschaft und Politik, ist heute eine unerlässliche Voraussetzung, um sich „am Markt“ zu behaupte“, betont er. Ziel sei es, Bedürftige insgesamt. Aber besonders auch die Verkäufer:innen des Magazins zu stärken. „Das geht nur gemeinsam.“

Aber eben auch nur mit dem Magazin. Es bietet den Menschen über den Verkauf nicht nur eine kleine Einnahmequelle, sondern beispielsweise auch Struktur in ihrem Tagesablauf. Während der Corona Pandemie war das zehn Wochen lang nicht möglich. „Die finanziellen Einbußen konnten wir etwas auffangen“, erklärt Rinke. Wöchentlich erhielten die Verkäufer Einkaufsgutscheine in Höhe von 25 Euro, die durch Spenden zusammenkamen. Doch etwas mindestens genauso Wichtiges fiel ebenfalls weg: die sozialen Kontakte. „Man muss immer bedenken, dass der Verkaufsplatz für unsere Verkäufer auch immer ihre soziale Kontaktbörse ist“, erklärt Rinke.

Das Magazin mag zwar nicht mehr alleiniger Mittelpunkt von „Asphalt“ sein, aber es ist ein wichtiges Rad im Gesamtprojekt „Asphalt“. Damit das weiterhin wie geschmiert läuft, müssen sich auch Redaktion und Vertrieb Gedanken um die Zukunft machen. Schließlich soll Asphalt auch gekauft werden. „Dafür ist es notwendig, im Heft weiterhin Qualitätsjournalismus, der aufpasst und unterhält, zu liefern“, erklärt Chefredakteur Volker Macke. Schließlich sollten die Verkäufer:innen sich nicht schämen müssen, die Zeitung anzubieten. „Denn Scham ob ihrer Situation, ob ihrer Brüche, Süchte und ihres Scheiterns empfinden sie eh schon genug“, betont er.

Rund 200 Verkäufer:innen gibt es inzwischen. Doch es könnten gerne noch mehr werden. „Asphalt“ erscheint inzwischen auch in Göttingen und Oldenburg. Ein kleiner Ableger in Kassel kam ebenfalls hinzu. Als das dort ansässige Straßenmagazin eingestellt wurde, „übernahm“ man die dortigen 50 Verkäufer:innen. So kam es auch zur Zusammenarbeit mit der Documenta – und ein medienwirksamer Coup: „Asphalt“ durfte als einzige Zeitung weltweit vorab die Künstler vorstellen – und hatte diese Nachricht exklusiv für fünf Tage! Mit Stolz konnten die Verkäufer:innen das Heft auf der Straße anbieten – immer mit dem Hintergedanken, Teil eines ganz besonderen Projekts zu sein.

Auch Heike Schmidt ist begeistert, jetzt zum „Asphalt“-Herausgeberkreis von Stadtsuperintendent Rainer Müller-Brandes und Kabarettist Matthias Brodowy zu gehören. Die langjährige HAZ-Redakteurin und Madsack-Führungskraft, die inzwischen PR für einen Verband macht, ist seit dem 1. Januar 2022 im Team. Für sie ist „Asphalt“ eines der nachhaltigsten journalistischen Projekte, die es gibt. „Und das war Asphalt lange, bevor das Wort „Nachhaltigkeit“ modern wurde“, betont sie. Zumal dieses Projekt dreifach wirkt: „Wir erreichen zwei Zielgruppen: zum einen diejenigen, die über den Verkauf des Magazins eine Chance erhalten, zum anderen aber auch die Menschen, die über diesen nachhaltigen Konsum helfen und sich informieren können. Und zum Dritten können wir mit den Projekten von Asphalt das Bewusstsein und die praktische Umsetzung von gelebter Sozialarbeit fördern.“

Foto: @asphalt

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KUNST / KULTUR

Künstlerin Hilke Mayers

Wenn das Licht ganz zaghaft durch die Bäume scheint, wenn die Blätter im Wind rauschen, wenn die Wolken so herrlich von der Sonne beleuchtet werden. Es sind solche Momente, die als Vorbild für unvergleichliche Kunstwerke dienen. Diese Einzigartigkeit und Natürlichkeit versucht Hilke Mayers, Tischlermeisterin und Künstlerin, mit ihrer Arbeit einzufangen. Die Liebe zu allem künstlerischen Schaffen zieht sich als roter Faden durch ihr Leben. Ob beim Bearbeiten von Holzoberflächen, dem Entwerfen eines Bildes oder dem Musizieren. Ihre Gedanken kreisen stets um das Erschaffen von Kunst.

Das Gefühl, mit den eigenen Händen etwas Schönes zu erschaffen und zu sehen, dass es Anderen Freude bereitet oder hilft, eigene Visionen zu realisieren, das sind die Dinge, die sie antreiben. Inspiration für ihr Schaffen findet sie während zahlreicher Wanderungen durch die Wälder und großen Gärten in der Region. Ihre Inspirations- und Kraftquelle zugleich.

„Es entstehen Ideen und Bilder in meinen Gedanken; Farben und Lichteffekte, die einfach unbeschreiblich schön sind und die ich versuche, in meinen Bildern einzufangen und „erlebbar“ zu machen. Dabei geht es mir in erster Linie um die Atmosphäre und weniger um eine fotorealistische Darstellung.“

Neben der Natur liefern auch die alten Meister ein stetes Vorbild für die junge Kunstschaffende. Sie liebt die Werke von William Turner, Monet, van Gogh, Rembrandt, Dalí und vielen mehr. Gleichzeitig findet sie jeden Tag neue, noch unbekannte Künstler im Internet oder in Zeitschriften. Eine gute Balance zu finden zwischen den eigenen Wünschen, Erwartungen und Träumen ist wohl die größte Herausforderung, wenn man hohe Ansprüche an sich selbst und die entstehende Kunst setzt.

Credits: Soeren L.Schirmer