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Mein Baby ist ein Kleinkind

Über erste Abnabelungsprozesse, Selbstzweifel und den Gedanken an einen warmen Kaffee.

Wenn man Mutter wird oder gerade geworden ist, hört man sie immer wieder, diese Sätze: „Genieß es solange sie noch klein sind“, „Sie werden so schnell gross“ etc.

Zunächst nimmt man diese Aussagen als bloße Floskeln war und je älter unsere Kleinen werden, desto mehr gewinnen sie an Bedeutung. Eine Bedeutung die man zum einen mit nostalgischem Wehmut und zum anderen mit verliebter Neugier, wahrnimmt.

Einerseits möchte man jeden kostbaren Moment einfrieren und andererseits freut man sich auf alles was kommt und sehnt gewisse Entwicklungsschritte regelrecht herbei!

 

Spätestens wenn das Ende der Elternzeit naht und man sich Gedanken über die Betreuung des kleinen Wunders machen muss, wird einem noch einmal mit aller Härte bewusst, wie schnell die Zeit vergeht. Nun schmerzt nicht nur das „Mamaherz“ auf Grund der Tatsache, dass man stundenweise von seinem Liebling getrennt ist, nein, zu diesem ohnehin schon plagenden Gedanken, gesellen sich auch noch Gewissensbisse und Selbstzweifel. Emotionen denen eine Mutter ohnehin schon häufig ausgesetzt ist. Denn ein Phänomen, welches fast automatisch vonstattengeht ist, dass Frau sich mit der Geburt des Kindes plötzlich nur noch über dieses Kind definiert. Mutter sein und Frau bleiben ist ein nie abgeschlossener Prozess und gerade in den ersten Kindesjahren, ist man irgendwie immer ein bisschen mehr Mutter als Frau. Man muss sich das Frau-sein Stück für Stück zurück holen und auch wirklich bewusst erhalten.

 

Ist nun dieser Punkt erreicht, an dem man entscheiden muss oder möchte, dass das geliebte Kind in absehbarer Zeit eine Kindertagesstätte, eine Tagesmutter oder ein ähnliches Modell besuchen wird, beginnt für die Mama das Gedankenkarussell.

Ist es nicht vielleicht doch noch zu früh“, „Ist er oder sie schon bereit“ und viele ähnliche dieser Fragen beschäftigen einen von nun an. Ich würde fast behaupten diese erste Form der Abnabelung ist für die Mutter ein noch viel größerer Schritt ist als für das Kind. Ein Abschnitt ist vorbei und Mutter und Kind wagen sich nun aus ihrer komfortablen Zweisamkeit in den eigenen Vier Wänden, in die große weite Welt hinaus. Für mich steht dieser Schritt auch in absehbarer Zeit an und am liebsten möchte ich ihn gedanklich einfach immer weiter hinausschieben. Doch neben all der Abnabelung, dem schlechten Gewissen und den ungeklärten Fragen, muss ich auch zugeben, dass eine ganz kleine, leise Stimme in meinem Inneren sich auch auf diesen neuen Abschnitt freut. Kinder brauchen Kinder und Mamas brauchen auch mal einen Moment für sich. Sei es für die Arbeit, den Haushalt oder auch nur einen warmen Kaffee, den man sich in Ruhe genehmigen kann. Aus welchen Gründen auch immer wir Mamas / Eltern entscheiden müssen, dass nun der Zeitpunkt gekommen ist, unsere kleinen Wunder auch einmal abzugeben, es ist OK! Es ist OK, wenn wir diesen Schritt gehen, wenn das Kind 1 Jahr alt ist, weil der Job es so erfordert und es ist auch OK wenn das Kind bereits 3 Jahre alt. Jede Mama, jede Familie und jedes Kind hat seinen ganz eigenen Rhythmus und sein ganz eigenes Modell, dass mit keinem anderen Modell verglichen werden kann. Denn das ständige Vergleichen und auf die Anderen schauen, ist ebenfalls ein Phänomen zwischen den Müttern dieser Welt. 😉

 

Während ich das hier schreibe klopft mein Herz, denn es macht mir noch einmal bewusst, dass dieser Schritt unausweichlich ist und in absehbarer Zeit auf mich zukommen wird. Neben all der Emotionen, freue ich mich auch auf diese Vormittage für mich und meine Arbeit und kann es schon jetzt kaum erwarten, den Laptop nach getaner Arbeit zuzuklappen und meinen kleinen Engel von seinen Abenteuern in der großen, weiten Kita-Welt abzuholen!

www.fashionmom.de

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„Wenn Du einen Traum hast, go for it!“

Sylwia Chalupka-Dunse

1996, kurzer Rückblick. Im Kopf einer damals 18-Jährigen gab es ein Ziel: Abitur in Polen erfolgreich absolvieren und danach nach Deutschland kommen, um die Sprache, die Kultur und die Menschen kennenzulernen. Gedacht, geplant und erfolgreich umgesetzt. Dieses Motto begleitet sie durch ihr späteres Leben.

Nach dem Studium in Hannover entsteht ihr nächster Traum, Gründung eines eigenen Unternehmens. Direkt ins kalte Wasser gesprungen, in einem fremden Land ein Unternehmen gegründet, das war gewiss ein spannendes Abenteuer und die beste Lebensschule. Sie begreift schnell, was es bedeutet, sich als junge Frau unternehmerisch durchzusetzen, erfolgreich zu netzwerken und zu agieren, die Ups- und downs zu managen, über sich hinauszuwachsen, wegweisende Entscheidungen zu treffen, um ihrer Passion zu folgen.

Das Unternehmerische hat sie offenbar im Blut, denn sowohl ihre Eltern, als auch ihr älterer Bruder in ihrer Heimat Polen, haben es ihr vorgelebt. „Ich habe viele Jahre mitbekommen, wie sie unternehmerisch agieren. Damals, in einem kommunistischen Land war es durchaus eine Herausforderung. Flexibilität und das Denken „out oft the box“ waren wichtige Eigenschaften. Meine Eltern hatten immer einen Plan B und ich habe von ihnen viel Wertvolles gelernt: flexibel, neugierig und wachsam zu bleiben, kalkulierte Risiken einzugehen und durchaus andere, unbequemere Wege zu gehen, um Ziele zu erreichen. Dabei jedoch stets den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen.“, erinnert sie sich heute.

Die Erfahrung aus der Heimat setzte sie später in den deutschen Kontext um, passte sie kulturell an und so wurde das (Inter)Kulturelle zu ihrer ersten Geschäftsidee. Die Marktlücke, die es damals in Norddeutschland gab, schließt sie mit einer Agentur für internationale Zusammenarbeit, interkulturelle Kompetenz und Diversity. Sie versteht, welch eine große Bedeutung die kulturellen Unterschiede für eine erfolgreiche Zusammenarbeit haben können und schult und coacht in diesem Bereich viele Jahre Menschen aus großen Unternehmen, Ministerien, aber auch Mittelständler, tritt als Speakerin auf und gibt ihr know how an Hochschulen weiter.

Als Landesvorsitzende des Verbandes deutscher Unternehmerinnen (VdU), später als Beirätin in dessen Vorstand, in anderen ehrenamtlichen Ämtern und als Projektleiterin für die Bereiche Gründung und Entrepreneurship bei einer hiesigen Wirtschaftsförderung, kann sie den unternehmerischen Support für Menschen mit und ohne Zuwanderungsbiographien ausbauen und weiterentwickeln. Nebenbei investiert sie in die persönliche Weiterentwicklung – ihr großes Steckenpferd, beobachtet die Trend- und Zukunftsmärkte und arbeitet an ihrer zweiten Geschäftsidee als Franchise- Entrepreneurin.

„Frauen waren immer schon mein besonderes Augenmerk. Gerade diejenigen, die so wie ich aus dem Ausland nach Deutschland kommen. Viele von ihnen sind bestens ausgebildet und sehr kompetent und haben es dennoch nicht leicht, ihren eigenen Weg zu finden. Meistens hilft die richtige Vernetzung, die Idee und der passende Plan dazu, denn selten liegt es an den äußeren Umständen, eher an dem richtigen Mindset, unternehmerisch voranzukommen.“  Davon ist sie überzeugt und unterstützt seitdem Viele bei der Umsetzung ihrer Ziele und Träume.

„Erfolg ist kein Zufall, eher eine erprobte Formel“, sagt sie zum Schluss. „Wenn du hungrig bleibst, dabei offen für neue Wege, für die Vernetzung, wenn du lernfähig, demütig und dankbar bist, kommst du im unternehmerischen aber auch im privaten Leben immer vorwärts.“

In den kommenden Ausgaben werden wir mit ihr über das (Female) Entrepreneuship und das Unternehmertum im Allgemeinen sprechen.

@i.am.sylwia

Credits: Malgorzata Sikorska

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BODYART-Künstler Jörg Düsterwald im Portrait

 

Körper und Kunst

 

Er ist ein Vollzeitkünstler. Man kann getrost von einem Vollblutkünstler sprechen. Ein Mann, der sein Leben und sein Schaffen ganz in den Dienst der schönen Künste gestellt hat.

Die Rede ist von Jörg Düsterwald. Seines Zeichens Bodypainter und Kreateur von BODYART. Er zählt zu Deutschlands bekanntesten und gefragtesten Künstlern im Bereich der Körperkunst. Der gelernte Schauwerbegestalter und spätere Techniker für Raumgestaltung u. Innenausbau entdeckte schon früh seine Liebe zur Gestaltung. Alles rund um Formen und Farben prägte sein gesamtes Berufsleben. In seinen bald drei Jahrzehnten als freischaffender Künstler zeigte er sein Können auf großen Galen ebenso wie seine Bildwerke in Galerien. Mit der Zeit wechselte er nicht nur den Arbeitsort, auch sein Stil befand sich stetig im Wandel.

Die Zukunft mag noch nicht in Stein gemeißelt sein. Nur eine Gewissheit hat er definitiv: Er wird sich nie wieder in ein Anstellungsverhältnis begeben. Sein Herz schlägt für die Kunst. Das Leben und die Freiheit als Kunstschaffender sind sein wertvollstes Gut – so schwierig es auch manchmal ist.

 

Schon immer beschäftigte er sich mit der Abstraktion der Dinge. Als Autodidakt experimentierte er über Jahre mit unterschiedlichen Stilen und Techniken. Die ersten Werke entstanden noch auf einer klassischen Leinwand. Doch bald entdeckte Düsterwald auch eine andere, eben lebendige Oberfläche für seine Kunst.

Ihn fasziniert die natürliche Schönheit des menschlichen Körpers. Auf den Kurven und dem Imperfekten nimmt seine Kreativität Gestalt an. Auf die Frage, wie er von Leinwänden zu menschlicher Haut kam kommt eine überraschende Antwort: „Kunst kann auch mal eine einsame Lebensform sein. Der Künstler, ob erfolgreich oder für sich, arbeitet oft im stillen Kämmerlein. Durch die Arbeit mit Menschen wird jede Performance zu einem ‘Miteinander‘ und auch die Ergebnisse sind nie gleich. Jedes Mal entstehen neue Formen und Farb-Arrangements“.

Seit nunmehr 28 Jahren ist der Ausnahmekünstler im Raum Hannover und dem Weserbergland verortet, aber mittlerweile auch z.T. international aktiv. In der Idylle unserer ländlich geprägten Region sammelt er Inspiration für neue Kunstwerke. In der Natur schöpft er nicht nur neue Kraft, sondern oftmals komplettiert die Umwelt sein Werk. Unter dem Namen NatureART positioniert er seine Aktmodelle inmitten der Landschaft. Mensch und Natur. Kunst und Natürlichkeit werden eins. Durch die Körperbemalungen und Positionen fügt sich beides nahtlos zueinander, ergibt die jeweilige ganze Szene ein neues Gesamtkunstwerk.

Der Aufwand für jede einzelne Performance ist oft enorm. Neben der Locationsuche sind intensive Planung und das perfekte Timing für das Endergebnis entscheidend. Seine Aktionen und die fertigen Ergebnisse dieser vergänglichen Kunst werden in Zusammenarbeit mit talentierten Fotografen festgehalten.

Aus einer ganzen Reihe unterschiedlicher Fotobildwerke dieser Art entstand nun der neue, exklusive Kalender BODYPAINTING IN NATURE 2022. Dieses großformatige Premiumprodukt in limitierter Auflage wurde nun in Hannover produziert und ist vorrangig über den Künstler direkt zu beziehen.

Neben dem NatureART-Projekt arbeitet Düsterwald auch viel mit und auf ‘richtigen‘ Leinwänden. Er kreiert seine Körperkunst-Motive dafür hierbei sowohl am Menschen wie auch auf den dann von den Fotoshooting-Ergebnissen angefertigten Bild-Leinwänden. Diese werden individuell künstlerisch veredelt und sind als Originale käuflich erwerbbar. Andere wiederum, wie u.a. Motive aus seiner SPLASH-Serie werden digitalisiert und als Prints der Öffentlichkeit zugänglich gemacht oder finden z.B. Verwendung in businessorientierten Marketingkampagnen.

Informationen zu dem Künstler, seinem umfangreichen Schaffen und dem Kalender auf seiner Website www.duesterwald-art.de

Instagram-Links:
@joerg.duesterwald_art


Kalender-Andruck BODYPAINT IN NATURE 2022

Druckerei: @ HYPERLINK „https://www.instagram.com/qubus.media.gmbh/“qubus.media.gmbh 
special guest: @ HYPERLINK „https://www.instagram.com/ewa_haas_stark/“ewa_haas_stark

Medienfotos:
Bildagentur Future Image

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Ein Tag mit SPD-Politiker Adis Ahmetovic

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Politiker genießen in unserer Gesellschaft nicht immer einen guten Ruf. So wird ihnen gerne mal unterstellt, dass sie wenig zu tun haben und dafür ordentlich verdienen. Ich wollte mich einmal selbst von der Arbeit eines Politikers überzeugen und musste schnell feststellen, dass die Realität mit diesen Vorurteilen rein gar nichts zu tun hat. SPD-Politiker Adis Ahmetovic hat mir die Chance gegeben, ihn für einen Tag zu begleiten und Langeweile kam dabei ganz bestimmt nicht auf. Ganz im Gegenteil, denn ein Termin jagte den nächsten und am Ende dieser anstrengenden Tour freute ich mich nur noch auf mein Bett. Dennoch blieben viele Eindrücke hängen und gerade der Kontakt mit den unterschiedlichsten Menschen und Institutionen hat mir viel gezeigt. Politiker geben Menschen Hoffnung und auch wenn die Umsetzung so mancher Versprechen sich nicht immer ganz einfach gestaltet, so wird stets ein gemeinsamer Mittelweg gesucht. 

Ein Programm wie ein Marathon

Der Tag mit SPD-Politiker Adis Ahmetovic begann ganz gemütlich auf dem Kleefelder Markt. Hier haben wir uns um 8 Uhr getroffen und sind gleich darauf zum ersten Termin gefahren. Als Politiker ist Adis ja nicht nur das Sprachrohr der Gesellschaft, er muss sich im Vorfeld auch ein Bild von den Bedürfnissen der Menschen vor Ort verschaffen. So besuchten wir den Bürgerverein Kleefeld und waren anschließend bei der Wohnungsgenossenschaft Kleefeld Buchholz zu Gast. Es ging wieder zurück auf den Kleefelder Markt, wo wir uns mit Bürgern unterhielten und aktuelle Themen diskutierten. Hier erhielten wir zahlreiche Einblicke in das Leben der Bürgerinnen und Bürger und sammelten Informationen darüber, wo der Schuh am meisten drückt. Eine freie Stelle im Terminkalender sucht man bei Adis vergeblich. Es ging weiter zum Stephansstift und mit dem Vorstand der Kleefelder Kaufleute haben wir uns ebenfalls lange unterhalten. Jetzt eine Kleinigkeit essen, aber nicht zu lange. Es wartete bereits der Polizeisportverein auf uns. Ich konnte kaum fassen, wie viele Termine Adis an einem Tag bewältigt und meine Bewunderung für die Arbeit eines Politikers stieg kontinuierlich an.

Die perfekte Aufarbeitung als Grundlage

Ich war vollkommen begeistert von den vielen Begegnungen und fragte mich insgeheim, wie er es eigentlich schafft, sich alle Details zu merken und auf Nachfrage entsprechend wiederzugeben. Zwischen den einzelnen Terminen hatten wir nur 15 Minuten Zeit und diese Gelegenheit nutzte Adis, um sich wichtige Daten zu notieren und die Gespräche noch einmal Revue passieren zu lassen. Übrigens erhielten wir bei einem Teil unserer Tour promintente Unterstützung. So war Doris Schröder-Köpf mit uns unterwegs und schon bei den ersten Terminen wurde mir klar, warum die ehemalige First Lady in der Region so beliebt ist. Mit ihrer offenen und herzlichen Art hat sie die Menschen ernst genommen und nicht von oben herab behandelt. Diese Bodenständigkeit wird eben geschätzt. Um 21 Uhr war es dann so weit. Unser letzter Termin ging zu Ende und auch meine Kräfte waren aufgezehrt. Wer nun aber glaubt, dass der Tag auch für Adis Ahmetovic gelaufen war, der täuscht sich. Zusammen mit seinem Team befestigte er noch zahlreiche Wahlplakate. Um 4 Uhr  stand dann bereits der nächste Termin auf dem Großmarkt für ihn auf dem Programm. Zu guter Letzt möchte ich mich bei Adis Ahmetovic für diesen unvergesslichen Tag bedanken. So bleibt mir für seinen Einsatz nur noch eines zu sagen: Chapeau!

Mehr Informationen über Adis Ahmetovic:

https://adis-ahmetovic.de/

Instagram – Adis Ahmetovic

Facebook – Adis Ahmetovic

Fotos: Tomasz Lipinski

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Über Helden unserer Zeit

Senay Gueler und John August

 

Manchmal führt der Zufall die Wege der unterschiedlichsten Menschen zusammen. Oder ist es Schicksal? Das überlassen wir der Auslegung des Lesers.

Tatsache ist: Ab und zu passt es einfach. Arsch auf Eimer. Deckel mit passendem Topf oder umgekehrt.

 

Hier kommt zusammen, was zusammen gehört. Der eine ein gefragter DJ und Schauspieler aus der Hauptstadt, der andere ehemals aus der Versicherungsbranche und Vollblutmusiker aus Familientradition. Im Folgenden wollen wir euch das Duo Senay & John August einmal näher vorstellen.

 

Senay Gueler

 

Senay lässt sich in keine Schublade stecken. Er ist DJ, Schauspieler, Tattoo-Model und vieles mehr. Ein echter Kerl, der auch gerne die unangenehmen Themen unserer Zeit anspricht. Ob Rassismus oder Extremismus. Der Mann tritt ein für seine Überzeugungen und scheut nie die Konfrontation mit Internettrollen und anderen Radikalen.

Seine Lebensgeschichte beginnt ganz bescheiden im hessischen Odenwald. Geprägt durch deutsche Engstirnigkeit und türkische Wurzeln wuchs er in Michelstadt auf.

Seit seinem 16. Lebensjahr kann der Wahlberliner die Finger nicht vom Plattenteller lassen. Als DJ der alten Schule mixte er schon auf gefühlt jedem Material. In den guten alten Tagen auf Vinyl später dann auch auf „digitalem Wege“.

Nach der Jahrtausendwende und ersten Erfahrungen als Dolmetscher zog es ihn in die Hauptstadt. Neben seiner Heimat Odenwald der Ort, der ihn und sein weiteres Leben am stärksten prägen sollte. Für das bekannte Musiklabel Universal Music betreute er mehr als eine Dekade lang verschiedene Künstler unterschiedlichster Fasson.

In seinem Leben erlebte er Höhen und Tiefen, fand aber immer wieder mit seiner unerschütterlichen Persönlichkeit und künstlerischen Ader zurück ins Showgeschäft. The Show must go on. The Senay way!

Er kam für die Liebe in die Millionenstadt und blieb für die Musik.

 

 

Johannes Bahnowskis aka John August

Manch einer mag verwundert sein, von seinen Stücken in russischer Sprache. Weniger überrascht, wenn man hört das er die ersten 10 Jahres seines Lebens in Kasachstan aufwuchs. Inspiriert durch seine musikalischen Eltern begann er bereits mit 14 Jahren mit seinen ersten musikalischen Produktionen. Unter verschiedenen Pseudonymen veröffentlichte er eigene Songs und Coverversionen bekannter Chartsongs, wie beispielsweise „How Deep is your Love“ von Calvin Harris.

 

Neben Musikproduktionen sammelte er Erfahrungen als Pop Sänger in einer Big Band. Ein Spannungsfeld unterschiedlicher Musikstile und Zusammenarbeiten prägte seinen künstlerischen Werdegang.

 

In den Räumlichkeiten der lokalen Herrenausstattergröße Rolf Eisenmenger kreuzten sich die Wege der Berliner DJs. Schnell fanden sich viele Gemeinsamkeiten und Synergien im künstlerischen Schaffen. Der eine ein alter Hund im Showgeschäft, der andere ein junger kreativer Freigeist.

Gueler verrät im Interview, seine Mitduokollegen vor den Fehlern im Entertainmentbereich bewahren zu wollen und vielleicht den ein oder anderen Hinweis bei übertriebenen Perfektionismus miteinzubringen. Selbst sagt Johannes aka John: „Irgendwann ist der Punkt gekommen, den Computer runterzufahren. Stift und Zettel bei Seite zu legen. Das Mischpult nicht mehr länger zu drangsalieren. Man kann ein Musikstück durch den eigenen Tunnelblick „über“bearbeiten. Manchmal braucht man einen Sparringspartner der einem auf die Schulter klopft und sagt: Reicht jetzt. Ist gut so. Oder der einem einfach auch mal gehörig in den Arsch tritt. Diese beiden hervorragenden Eigenschaften vereint Senay Gueler in sich.“

Als Musikerduo Senay & John August unterzeichneten sie bei einem namhaften Label des amerikanischen Hip Hop Altmeisters Eric B und Sony Music. Ihre erste gemeinsame Single erschien nach intensiver Zusammenarbeit im Lockdown in den eignen Studioräumlichkeiten. Die Neuauflage des Sarah Conor Songs „From Zero to Hero“ ist eine Laudatio an die Helden der Corona Pandemie. Ein Werk das den Spirit unserer Zeit in sich tragen soll. Voller Hoffnung und aufrichtiger Bewunderung für Pfleger, Ärzte und andere Helfer in den Zeiten der Krise. Während der Tage des Lockdowns entstanden bereits mehrere Songs aus den Federn der beiden Vollblutmusiker. Wie die gesamte Kulturbranche, so blieben auch die beiden nicht von den Folgen der Pandemie verschont. Die Veröffentlichung der Songs wurde immer wieder verschoben, öffentliche Auftritte ließen aufgrund der hohen Inzidenzen lange auf sich warten, doch nun stehen bereits im laufenden Sommer neue Veröffentlichungen an. Wir sind gespannt was wir noch von den beiden zu hören und sehen bekommen.

 

Website:

https://www.senay-gueler.com/

Fotocredits: pyravids_media

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Nurselife – Was bedeutet eigentlich Geriatrie?

Wir wollen in der Kolumne Nurselife ein wenig hinter die Kulissen des Krankenhausalltages gucken. Tanja Cuber wird tatkräftig unterstützt durch ihre Kollegin und gute Freundin Bianca. Gemeinsam bilden sie das „liebevoll verrückte Team“, das für Dekoration und lustigen Blödsinn auf Station zuständig ist.

Bianca absolviert aktuell eine vertiefende Weiterbildung für den Bereich Geriatrie und Rehabilitation. Doch was bedeutet eigentlich Geriatrie, also Altersmedizin, konkret?

Es ist die Lehre von Krankheiten des alternden Menschen. Darunter fallen unterschiedliche Facetten wie die psychologischen, sozialen, präventiven, klinischen und rehabilitativen Belange des Alterns.

Eine Fachrichtung, in der Menschen ab circa 65 Jahren mit mehreren altersbedingten Krankheiten versorgt werden. In unserer Gesellschaft, mit steigender Lebenserwartung und stetig verbesserter Medizintechnik, rückt die Geriatrie zunehmend in den Fokus.

Es geht um die körperlichen, geistigen, funktionalen und sozialen Aspekte in der Versorgung. Auch um die besonderen Umstände am Lebensende. Die Augenblicke, wenn trotz aller Mühen und Versorgung die Grenzen der modernen Medizin ausgereizt wurden.

Sie kümmern sich nicht nur um die aktuelle Krankheit, oft stehen ganz andere Themen im Vordergrund. Die Erkrankten leiden oft an einer Multimorbidität, also einer Vielfacherkrankung. Beispielsweise Nierenschwäche, Bluthochdruck, Mangelernährung, chronischen Schmerzen durch Arthrose und Osteoporose und vielem mehr. Bewegungseinschränkungen und geistige Defizite, Störungen des restlichen Organsystems, aber auch chronische Schmerzen sind oft Auslöser der aktuellen Situation und stehen dann im Fokus der Behandlung.

Die Menschen haben einen erhöhten Grad an Gebrechlichkeit. Zusammen mit einem multiprofesssionellen Team wird dann ein individuelles Behandlungs- und Hilfsbedarf erarbeitet. Spezielle Fragebögen und jahrelange Erfahrung ermitteln die individuellen Bedürfnisse des Patienten.

Durch den Verlust der Alltagskompetenzen benötigen die Menschen gezielte Hilfestellungen bei den Aktivitäten des täglichen Lebens. Hier einige Beispiele:

Körperpflege, Unterstützung bei der Nahrungsaufnahme, Hilfestellung beim Umsetzen vom Bett in den Rollstuhl, Zuteilen der Medikamente, Bewegungsübungen, Therapien und vieles mehr.

Der Sozialdienst und das Case Management kümmern sich um die Weiterversorgung nach der Entlassung. Wie geht es weiter? Nach Hause, in die Kurzzeitpflege oder in ein Pflegeheim?

Jeder Tag sieht für sie anders aus. Jeder Patient stellt vor neue Herausforderungen.

Viele Entlassungen bedeutet: alle Sachen packen und nichts vergessen. Zimmerreinigung anmelden. Und die neuen Aufnahmen lassen nicht auf sich warten. Erstmal den Menschen kennenlernen. Den Bedarf ermitteln. Akte lesen. Medikation klären und wenn nicht vorrätig, beschaffen.

Dazwischen den normalen Ablauf einer Schicht, bei der Visite mitgehen, Medikamente verteilen, Verbände wechseln, Dokumentation, Blutzucker messen, mobilisieren, Körperpflege, Klingeln ablaufen. Und dann sind da noch die Azubis. Die nächste Generation an Kollegen will auch etwas lernen. Die jungen Mitarbeiter warten auf Anleitung und Anweisungen.

 

 

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@krhklinikumregionhannover

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Tanja Cuber

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BUSINESS PEOPLE

Birgit Thuro bringt die Balance zurück in Ihren Alltag

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Aus Schlaflosigkeit wird pure Lebensfreude

Wie kommt es, dass Birgit Thuro von ihren Klienten häufig bereits nach dem ersten Termin hört, dass sie sich direkt besser fühlen? „In meiner Praxis ist es keine Seltenheit, wenn eine Schlafstörung die schon seit 20 Jahren andauert, nach drei Terminen verschwindet“, so Birgit Thuro. Manchmal sogar bereits nach dem ersten Termin. Und nicht nur bei Schlafproblemen ist Birgit Thuro im Einsatz, auch bei gesundheitlichen Beschwerden, sowie Beziehungs- oder Berufsthemen ist ihre Expertise gefragt.

Eingeschlossene alte Emotionen hindern uns am Lebensglück


Doch wie geht das? Hintergrund ist, dass unser Gehirn und unser Zellgedächtnis alles abspeichern, was sich im Laufe unseres Leben ereignet. So können unerwünschte Ereignisse von Kindheit an zu unbewussten Gedanken, Ängsten und Überzeugungen führen


Unbewussten Ballast ursächlich aufräumen


Das Gute daran ist, dass es inzwischen viele Konzepte gibt, um solchen unbewussten und oft über Jahre angesammelten Ballast wieder abzubauen. Dieser Ballast führt ganz allgemein dazu, dass es in unseren Beziehungen oder im Beruf einfach nicht so läuft, wie wir es gerne hätten.
Birgit Thuro hat drei der fortschrittlichsten Konzepte erlernt, mit denen sie ihren Klienten helfen kann, wieder gut zu schlafen oder sogar mit einem Lächeln einzuschlafen und wieder aufzuwachen. Diese gründen sich auf 5000 Jahre altes fernöstliches Erfahrungswissen in Kombination mit angewandter moderner Quantenphysik. Wie laufen solche Termine ab? Aktuell sehr häufig am Telefon oder Online über Zoom.

Es kommen immer mehr Unternehmer und Selbstständige


„Die meisten Klienten kommen in den mittleren Lebensjahren zu mir“, so Birgit Thuro. Von 0 bis 87 Jahren waren allerdings schon alle Altersklassen vertreten. Aktuell auch mehr und mehr Unternehmer und Selbstständige, häufig einfach aufgrund der unklaren Zukunftsaussichten oder weil die Grundlage, für einen „selbstbestimmten“ Geschäftsbetrieb momentan eingeschränkt sind. Speziell für diese hat Birgit ein 6-Wochenprogramm entwickelt.


Termine im deutschsprachigen Raum telefonisch oder online, regional auch vor Ort


Entfernung ist hierbei übrigens kein Hindernis. Im März 2020 war Birgit bereits gut aufgestellt, da sie viele Termine per Telefon oder Video-Schaltung durchführte. Aktuell machen diese über 90 % der Termine aus. Seit 2014 gibt es eine Praxis im Süden von Hildesheim. Auf Anfrage ist sie auch in Hannover vor Ort. Sie arbeitet übrigens mit Zufriedenheitsgarantie.

Wie ist Birgit Thuro zu dieser Arbeit gekommen?

In ihrem eigenen Leben lief bis etwa 2012 vieles nicht rund. Gesundheitlich, beruflich und privat. Nachdem viele Anläufe keine Verbesserungen brachten, hat sie 2012 die neuartigen Konzepte kennengelernt, mit denen sie jetzt ihren Klienten hilft und sich stetig weiterbildet. Die Geschichte findet sich im Gratis-eBook „Mehr Leben in Ihre Tage.“

 

Für CityGlow-Leser


1) Gratis-eBook „Mehr Leben in Ihre Tage
2) Die CityGlow hat ein exklusives Angebot mit Birgit Thuro ausgehandelt:
     20 % Nachlass für Menschen, die sich aktuell neu aufstellen wollen / müssen.
     Bewerben Sie sich für ein Gratis-Gespräch von 45 Minuten
 
Hier anfragen: https://www.bt-balance.com/kontakt.html und einfach CityGlow in die Notizen schreiben.

Direktkontakt:
Birgit Thuro BT Balance
31199 Barienrode (bei Hildesheim)


Expertin für mentale Balance und gesunden Schlaf
Beraterin und MasterCoach

Tel. 05121 696 03 72

mail kontakt@bt-balance.com


www.bt-balance.com

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Marcel Paschilke – Das Medium zwischen Whisky und Mensch

Hannovers Gesichter und Geschichten

„Ich bin das Medium zwischen Whisky und Menschen“

Eine Stadt lebt durch ihre Bewohner, ihre Eigenarten und ihre Lebensart.

Wir wollen in einer neuen Rubrik Menschen mit unterschiedlicher Expertise Raum für ihre persönliche Lebensgeschichte geben. Was führte sie an den Punkt an dem sie heute stehen? Womit bereichern sie die Kulturlandschaft unseres wunderschönen Hannovers?

 Den Beginn macht Marcel Paschilke, seines Zeichens Risikoberater und Whisky-kenner. Er verrät uns mehr über seinen Werdegang und ganz persönlichen Bezug zum Wasser des Lebens.

Meine Geschichte mit dem Whisky hat seinen Ursprung im Jahr 2010. Mein Vater hat mich in Gifhorn, meiner Geburtsstadt, mit den Worten „Sohn, ich zeig dir mal, was ein richtiges Whiskytasting ist“ mit zu einem Abend mit Dietmar Schulz von „Alba Import“ (bekannt für Single Malts wie Rattray, Wemyss, the Maltman, etc.) genommen.

 

Die Kombination aus dem leicht verrückten Whisky-Enthusiasten, dessen Portfolio nur familiengeführte Betriebe innehat, und tollen Namen wie „Caribbean Fruits“ oder „Red Berry Cream“, haben mich aus dem Staunen nicht mehr herausgebracht.

Es ist einzigartig. In Whisky werden nur drei Zutaten vereinigt und gleichzeitig sind der Aromatik keine Grenzen gesetzt. Ich war schon als Kind tatsächlich durch Zufall dazu gekommen, dass ich erst an allem gerochen habe, bevor der Gaumen dran war. Dies kommt mir heute zu Gute. Denn heute ist es mir dadurch möglich, immens viele Eindrücke und Assoziationen feststellen zu können, welche natürlich stets subjektiv sind, aber auch das Beste am Befassen mit Whisky sind.

 

Es folgte eine Vielzahl an weiteren Tastings. Das persönliche Whisky-Magazin wuchs und wuchs. Erst ex-Bourbon, dann Sherry und zuletzt auch torfige Whiskys. Doch meine Zeit als Auszubildender zum Bankkaufmann neigte sich jedoch 2012 dem Ende und das Studium der Wirtschaftswissenschaft in Hannover bahnte sich an. Daher suchte ich im Verlauf des Jahres nach dem Thema Whisky in Hannover. Mein erster Zugang fand ich mit „Hannover Whisky“ und von dort ging es zum „Weltfein“ in der Dragonerstraße.

 

Hier fand ich schnell Whisky-Kenner und andere Gleichgesinnte. Einerseits das Wissen um die Materie Whisky und andererseits eine tolle Umgebung. Schnell war klar, dass das der nächste Dreh- und Angelpunkt für mein weiteres Whisky-Geschehen sein sollte. Hier traf ich auch einen für mich entscheidenden Menschen, mit dem ich später auch noch für einige Zeit eine Wohnung teilte: Chris Muth. Diesen habe ich als Mitarbeiter bei „Weltfein“ kennen und schätzen gelernt. Noch entscheidender für meinen weiteren Weg war allerdings, dass er so von meiner teils extrovertierten Person überzeugt war. Dies führte schließlich zur Durchführung von Verkostungen bei „Weltfein“.

 

So begann das Rad des Whisky-Experten weiter Fahrt aufzunehmen. Ich versuche mit einem begeisternden Stil (Witz und Fachwissen) viele Besucher im „Einsteiger-Tasting“ zu fesseln. Im Weiteren folgte dann noch Gin zu meinen Favoriten in Sachen Spirituosen. Gin ist eine schöne Ergänzung, da für die sensorische Weiterbildung nichts vielseitiger sein könnte, da hier all das, was zu riechen und schmecken ist, tatsächlich in der Spirituose gelegen hat. Sowohl bei der eigenen Hausmesse, der „Open-Whisky“ als auch dem Besuch weiterer Messen wie der „Hanse-Spirit“ (Hamburg) oder der „Aquavitae“ (Mülheim a.d. Ruhr) wurden auch hier Geschmäcker und Kontakte immer weiter ausgebaut, sodass ich jetzt locker in jeder Stadt jemanden mit Whisky-Bezug kenne.

 

Inzwischen hat auch eine Reise nach Schottland stattgefunden, welche bei meinem ersten Besuch von Glasgow Richtung Norden über die Speyside, dann die Isle of Skye und über Fort William und Oban sowie wieder zurück nach Glasgow geführt hat und eine irre Anzahl an besuchten Brennereien hinterlassen hat. 2018 kam mit dem zweiten Besuch Schottlands ein absolutes Highlight dazu, denn es stand Islay auf dem Plan – Geburtsstätte der torfigen Whiskys. Drei Tage später und neun Brennereien waren erkundet – Einfach eine tolle Zeit auf dem schwimmenden Torfklumpen. Generell ist die Zeit in Schottland immer stark entschleunigend, weshalb ich gerne dort bin. Gekrönt wurde der Aufenthalt in Schottland in Frühjahr 2018 dann sowohl zu Beginn als auch zum Schluss mit einem Besuch der SMWS (The Scotch Malt Whisky Society), wo auch meine Mitgliedschaft folgte. Mit dieser bewaffnet ging es dann zurück nach Deutschland.

 

Durch reinen Zufall kam es dazu, dass ich die Ausweitung der Aktivitäten der SMWS in Deutschland mitbekommen habe, wozu auch Hannover gehörte. Hier kam ich mit dem Verantwortlichen für die Marketing-Aktivitäten in Deutschland ins Gespräch.„Oscar’s Bar“ mit Inhaber Thomas Fischer wurde mit ihrem klassischen Stil Partner-Bar, welche sowieso schon Whisky-affin aufgestellt war und nach einem kurzen Kennenlernen zwischen der SMWS und mir wurde mir die Ehre zuteil, fortan Brand Ambassador für Hannover zu sein.

 

Es folgte eine Vielzahl an tollen Tasting-Formaten, welche für mich das Highlight in Sachen Whisky ausmachen: Dinge zueinander bringen und neue Erfahrungen beschreiten. Ob ein „Caol Ila“ auf Eis, Whisky meets FineArt Bakery (mundus), Whisky meets Craftbeer (Mashsee) oder Whisky & Steak (BBQ-Kitchen Peine); stets waren die Gäste begeistert und damit mein größtes Ziel erfüllt. Ich bin zufrieden, wenn auf meinen Veranstaltungen alle zufrieden sind. Schließlich bin ich nur ein Medium und eigentlich der Unwichtigste beim Tasting.

 

Also in Kürze vom Begeisterten zum Sensorik-Erfahrenen, denn ich bin definitiv kein Chemiker. Ich mag solche Menschen und deren Fakten absolut, da hier einfach mal reiner Wein eingeschenkt wird, aber ich habe aus meinem Studium keinen chemischen Hintergrund und das können Andere besser.

 

BIldrechte: Marcel Paschilke

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Ria Saage – Visagistin. Hairdesginerin. Make-up-Artistin.

Vielseitigkeit als Schlüssel zum Glück

Wir leben in einer Zeit der Gegensätze. Gilt doch eigentlich das Paradigma der fortlaufenden Spezialisierung in allen Bereichen, so müssen wir doch gleichzeitig generalistisch alle möglichen Bereiche bedienen und abdecken können.

Berufliche Spezialisierung auf kleinste Nischen. Expertentum für Begrifflichkeiten deren Sinn kaum ein Mensch versteht. Doch immer mehr Menschen trotzen diesem Trend und setzen auf Vielfältigkeit.

Ein Beispiel für diese Vielseitigkeit und Anpassungsfähigkeit ist Unternehmerin Ria Saage. Die gelernte Betriebswirtin vereint eine Vielzahl an Qualifikationen im Bereich Beauty & Care. Mit Erfahrungen aus der Stilberatung bis hin zum Lehrauftrag an der Deutschen Pop in Hannover. Saage zeigt, wie ein beruflicher Werdegang mit unterschiedlichen Weiterbildungen und beruflichen Stationen zur Erfüllung der eigenen Selbstständigkeit werden kann.

Ihre ersten beruflichen Etappen lagen in der Modewelt. Als Beraterin kleidete sie Kunden bei HUGO BOSS ein oder sorgte für das perfekte Verkaufserlebnis bei Galeria Kaufhof. Eine turbulente Zeit im Süden der Republik. Voller Herausforderungen und neuer Möglichkeiten. 

Für den perfekten Look und eine wirklich umfassende Beratung braucht man ein umfassendes Verständnis von Mode und Stil. Stück für Stück erweiterte sie ihre Fertigkeiten und Arbeitsfelder.

Saage möchte dem Kunden eine ganzheitliche Beratung und möglichst perfekte Umsetzung bieten. Während ihrer beruflichen Stationen passte sie ihren Werdegang und ihre Lebensumstände an die Bedürfnisse ihrer Familie an. Als Mutter und Familienmensch wählte sie den Weg vom hektischen Alltag als Stylistin hin zu einem selbstbestimmten Leben als Unternehmerin mit einem eigenen Atelier. Mit Unternehmen und Verantwortung für die eigenen Kinder ist man stets in einem Spagat zwischen Berufung und Verpflichtung.

Mit ihrem Atelier hat sie für sich nicht nur eine perfekte Balance dieser Welten gefunden, sondern auch einen langgehegten Traum verwirklicht. Inspiriert wurden die Räumlichkeiten vom Flair der Weltmetropole Paris. In der Stadt an der Seine ist die Inhaberin ein häufiger Gast. Ein Ort der Modeschöpfer und Stylisten. Eine wahre Inspirationsquelle.

Unterschiedlichste Stationen und Erfahrungen waren der Wegbereiter ihres Erfolgs und persönlichen Glücks.

Zitat:

„Heute kann ich stolz behaupten, meine Leidenschaft zum Beruf gemacht zu haben und die Türen meines Ateliers Tag für Tag zu öffnen, um Frauen glücklich zu machen. Um das zu tun, was ich am besten kann: stylen und Looks kreieren, Frauen weiblich, zart und stark zugleich aussehen zu lassen.“

Ria Saage

Termine unter 0511/38870606

www.riasaage.de

Adresse:

Kleine Pfahlstraße 9, 30161 Hannover


Fotocredit: Ria Saage

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Eine Krankenschwester geht online: Einblicke in den Pflegealltag über Social Media

Den meisten bleibt ein Blick hinter die Kulissen von medizinischen Einrichtungen, wie dem Krankenhaus der Region, erspart. Hier landen wir nach Unfällen, Zusammenbrüchen oder akuten Notfällen. Ab und an in Folge einer Überweisung durch den Hausarzt.

Doch über die Männer und Frauen, die hier täglich tagsüber wie auch nachts Dienste schieben, wissen wir nur wenig. Viele kennen die Klagen über endlose Dienste und hoffnungslos unterbesetze Stationen. Doch dies sind nur kleine Ausschnitte eines komplexen Versorgungsapparates mit vielen ambitionierten und engagierten Mitarbeitern.

Um eine Bandbreite an Eindrücken zu transportieren, nimmt Tanja Cuber die Menschen mit in ihren Arbeitsalltag. Sie opfert einen Teil ihrer eigenen Freizeit oder Pausenzeiten, um in Absprache mit der Klinikleitung der Pflege und Versorgung ein menschliches Gesicht zu geben.

Ihre Tätigkeit in einem medizinischen Beruf ist kein Zufall. Es verbirgt sich eine bewegende wie mitreißende Geschichte hinter ihrer Motivation.

Vor annährend zehn Jahren erhielt die junge Frau eine niederschmetternde Nachricht. Die Diagnose Krebs. Dieser Tag verändert ihr Leben nachhaltig. Sie überstand die Therapie und kämpfte jeden Tag für ihre eigene Gesundheit. Aus diesem Kampf entstand eine tiefgehende Überzeugung. Von nun wollte sie ihr Leben umstellen. Jeden Tag in vollen Zügen leben.

Angetrieben vom Credo: Man kann alles schaffen, was man sich vornimmt!

Nach Abschluss ihrer Therapie ging sie auch beruflich neue Wege. Vor zwei Jahren schloss sie ihr Examen zur Gesundheits- und Krankenpflegerin ab und begann ihren Arbeitsalltag mit Menschen auf Social Media zu teilen.

Unterstützung fand sie durch ihre eigenen Vorgesetzten, die aktiv ihre Bemühungen förderten. Für sie ist Pflege kein Job, sondern eine Berufung.

Die Videos und Bildmaterial dienen nicht zum Einblick für die breite Bevölkerung, sie sind im Besonderen für potentielle Auszubildende oder Studenten, die einen unverblümten, aber sehr positiven Rundumschlag der Klinikarbeit bekommen. Sie bekommt weitestgehend freie Hand bei der Umsetzung ihrer kreativen Werke. Regelmäßig holt sie von allen Beteiligten, wie auch interessierten Patienten, die datenschutzrelevanten Informationen ein.

Seit Beginn der Corona-Pandemie hat sich die Arbeit stark verändert. Die gesamte Grundstimmung unterliegt ständigen Schwankungen. Zeiten der Hoffnung aber auch der Verzweiflung, wenn immer neue Auflagen die ohnehin kranken Menschen zusätzlich belasten. Kaum bis keine Besuche möglich. Nahezu komplette Isolation der Patienten von der Außenwelt. Permanentes Maskentragen für alle Beteiligten.

Diese Punkte mögen notwendig sein. Ändern jedoch nichts an ihren dramatischen Auswirkungen auf die Psyche der Menschen. Cuber nimmt sich so viel Zeit wie möglich für ihre Patienten. Zusammen mit einem mobilen Lautsprecher und einer fröhlichen Spotify Playlist geht es auf Station. Es sind weniger die Menschen, die ihre Zeit beschneiden. Es sind zeitintensive Prozesse wie Dokumentation und andere Aktenarbeit, die ihre Zeit, nicht aber ihre Passion begrenzen.

Um sich stetig weiterzubilden und über alle Abläufe informiert zu sein, schließen sie und anderes Stationspersonal sich gerne den täglichen Visiten an.

ZITAT: „Was mich antreibt? Das Gefühl zu haben, jeden Tag etwas zu bewegen und Menschen die Angst zu nehmen.“

Webadresse:

https://www.krh.de/

Adresse:

Klinikum Region Hannover GmbH
Stadionbrücke 6
30459 Hannover
Tel.: (0511) 906 6000

Fotos: Tanja Cuber