Maikäfer flieg

Moin!

Nun hat er also begonnen, der Wonnemonat Mai.  Den Tanz in den Mai haben wir hinter uns und dürfen uns noch auf Himmelfahrt- einige nennen es auch Vatertag, sowie auf die Pfingstausflüge freuen. Und dann stehen ja noch zahlreiche finale Entscheidungen im Fußball an. Das ganze lässt mein Herz höher schlagen.

Doch wäre ich nicht ich, wenn ich mir über keine anderen wichtige Dinge im Leben Gedanken machen würde.

Anfang April hatte ich auf meinen Seiten bei Facebook und Instagram ein Statement geschrieben, was nicht nur in den sozialen Medien für große Aufmerksamkeit sorgte.  Da sich die Situation, die ich dort thematisiert hatte, leider noch nicht erheblich verbessert hat, finde ich es wichtig sie erneut aufzugreifen, denn anscheinend ist der schreckliche Angriffskrieg in der Ukraine immer noch nicht genug für eine Menschengruppe! Es fangen weltweit einige kleingeistige menschliche Lautsprecher an, russische Menschen-, mit denen wir seit Jahren in unseren eigenen Ländern friedlich und freundschaftlich zusammenleben, zu denunzieren, zu beschimpfen und auszugrenzen.

Ich schäme mich dafür! Wenn wir anfangen, über andere Menschen zu urteilen, deren politische Ausrichtung wir gar nicht kennen, sie sogar stigmatisieren und verfolgen, sind wir nicht besser als die Kriegstreiber dieser Erde!

Wie so viele andere Menschen werde ich weiterhin mit meinen Möglichkeiten versuchen, den Menschen in der Ukraine zu helfen und das gemeinsam mit meinen russischen, polnischen, baltischen, tschechischen und ungarischen Freunden aus der Nachbarschaft!

Täglich ist es für mich traurig und schmerzhaft zu sehen, wie es den Menschen in der Ukraine und Russland ergeht. Ein Brüdervolk, verbunden mit Familien auf beiden Seiten. Ich wünsche mir aus tiefstem Herzen und dieses nicht nur für die Menschen in der Ukraine und Russland: Brüderlichkeit, Frieden und Freiheit! Bitte, Maikäfer flieg!

Bei Geschichten über Brüdern erinnere ich mich auch immer wieder an „Kain und Abel“. Kain war neidisch auf seinen Bruder Abel. In Kain brodelten böse Gedanken, bis sie explodierten und er seinen Bruder Abel erschlug  Damit wurde er laut Bibel zum ersten Mörder.

Dass es aber auch andere Geschichten über Brüder gibt, bei denen kein Neidfaktor vorhanden ist und die trotzdem von ihrem Wesen so unterschiedlich sind, durfte ich in einer interessanten Autobiografie über die beiden Schauspielbrüder Wotan Wilke und Sönke Möhring nachlesen. Ich fand ihre Geschichte hinter der Schauspielerei so spannend, dass ich gleich einige Fragen an die beiden Jungs hatte und unbedingt ihr Buch „Rausch & Freiheit“ in meiner Kolumne vorstellen möchte.

WOTAN WILKE & SÖNKE MÖHRING

RAUSCH UND FREIHEIT

Über das Leben, die Nacht und das Brüdersein. Die Autobiografie

Zwei Schauspieler in einer Doppel-Biografie.

Über das Ausbrechen, Ankommen und Brudersein

Die Brüder Sönke und Wotan Wilke Möhring gehören zu Deutschlands erfolgreichsten Schauspielern. Bei allen Unterschieden zwischen den beiden ist ihre Beziehung von klein auf geprägt von Vertrauen und Offenheit. In einer Doppel-Biografie erzählen sie jetzt gemeinsam ihr Leben samt aller Höhepunkte, Niederlagen, Brüche und Versöhnungen: Wie sie im Ratinger Hof in Düsseldorf gemeinsam feierten, Autos knacken, sich aber erst nach dem Abitur wirklich näher kommen, wie sie in den USA in einer Kleinstadt am Fuße der Catskill Mountains, Columbia County, in einem Sozialprojekt arbeiten und dann in New York die Geburtsstunde der House-Musik erlebten und Sönke dort beim LSD-Trip fast ums Leben kommt. Sie erzählen von der Zeit beim Bund als Fallschirmjäger und von dem Rausch im freien Fall. Schließlich wie sie ins wilde Techno-Berlin der 1990er Jahre eintauchten. Ihr Buch ist ein aufregender Trip durch die Popkultur und die Geschichte zweier Brüder auf der Suche nach Freiheit.

Erstmals blicken Sönke und Wotan Wilke Möhring nach jahrzehntelanger Schauspiel-Karriere in ihrer gemeinsamen Autobiografie zurück auf ihre Leben vor der Kamera und abseits des Scheinwerferlichts. Sie schildern ihre gemeinsame Zeit in New York und im Berlin der Nachwendezeit, zeichnen nach, was sie aus Niederlagen gelernt haben und wie sie ihren Platz im Leben gefunden haben. Immer im Zentrum der gemeinsamen Erzählung steht dabei auch ihre innige Beziehung als zwei Brüder, die gemeinsam aufwachsen, erwachsen und erfolgreich werden und sich in allen Lebenslagen aufeinander verlassen können.

„Endlich mal eine Autobiografie, die auch wirklich diesen Namen zu Recht trägt. Ein tolles Buch und dies nicht nur für Leser, die ein Teil der Popkultur der 80er und 90er Jahre waren. Es ist genauso eine mutmachende Geschichte von einer innigen Bruderliebe, wie man sie oft nur in fiktiven Romanen erlebt. Das Buch „Rausch und Freiheit“ ist ein Plädoyer für Freundschaft, Liebe, dem Streben nach Freiheit und mit der klaren Botschaft, seine Träume auch nach Niederlagen nicht aufzugeben.“

Interview:

Moin! Euer Buch hat mir viel Freude bereitet. Es hebt sich von den üblichen Autobiografien prominenter Menschen deutlich ab, weil ihr keine Schönfärberei betreibt.

Jando:  Wann reifte bei euch beiden der Entschluss, euer bewegtes Leben mit allen seinen positiven, wie auch negativen Erlebnissen niederzuschreiben?

Wotan: Auslöser dazu war tatsächlich der Verlag selbst, welcher uns einfach fragte ob wir es uns vorstellen könnten, über und mit uns ein Buch zu machen.

Sönke: Wenn wir anderen unsere gemeinsamen Erlebnisse erzählten, merkten wir immer, dass unsere Konstellation und unser gemeinsamer Weg für alle ungewöhnlich war.

Wotan: Aber es je auf Papier zu bringen, war uns dennoch bisher nie selber in den Sinn gekommen. Schließlich fühlte sich für uns unsere Verbindung ja immer ganz normal an.

Sönke: Umso schöner das der Verlag auf uns zu kam und dafür gesorgt hat, das wir unsere Erinnerungen nicht nur für die Leser sondern auch für uns selbst noch einmal aufleben lassen konnten und sie ein wenig zu konservieren.

Jando: Mir hat eure beschriebene gemeinsame Zeit in New York besonders gut gefallen. Ich als alter Rocker, überlege die ganze Zeit wie wohl ein alter Punker wie Wotan  mit der Erstehung der House-Musik abgegangen  sein muss? Für Sönke war NY ja ein krasser Trip, der ihm fast das Leben gekostet hätte. Mögt ihr beiden für unsere Leser ein wenig spoilern?

Sönke: Spoilern will ich nichts,  aber sagen wir mal so: es war ein Sprung ins kalte Wasser mit einer für mich weit reichenden Erkenntnis: trau Dich und gehe neue Wege.

Wotan: Was man nicht kennt muss nicht schlecht sein im Gegenteil. Insofern war es kein Kulturschock sondern ganz im Gegenteil: eine Bereicherung in allen Belangen.

Jando: Als ich die letzte Seite eurer Autobiografie zuschlug, hatte ich das wohlige Gefühl, dass euch Brüder auch gar nichts auseinander bringen kann und jeder sich auf den anderen blind verlassen kann. Ist dem so?

Sönke: Ja das ist so. Das ist zum einen die, nennen wir es mal ganz trocken,  genetische Verbindung aber besonders die unendliche Verbundenheit und das Vertrauen in den anderen, was sich durch unsere lange gemeinsame Zeit aufgebaut hat. Das geht weit über das klassische Brüderbild hinaus.

Wotan: Wir wissen was wir aneinander haben und das wir uns aufeinander verlassen können. Bis der letzte das Licht ausmacht.

Jando: Aber jetzt mal Hand aufs Herz: Sollte sich einer von euch von dem BVB als Fan abwenden, wäre das nicht ein echter Bruch der großen Brüderfreundschaft? (Jando grinst)

Wotan und Sönke unisono: Das wird niemals passieren. Nur der BVB!

Jando: Was steht als nächstes bei euch an? Ich würde es toll finden, euch in einem gemeinsamen Film zu sehen! Gibt es dafür eine Chance?

Sönke: Wir drehen in Kürze tatsächlich zusammen. Und dann auch noch Brüder aber das ist alles noch im Top Secret Stadium.

Wotan: Und dann gibt es noch unsere Lesetour die mit der Premiere am 2. Mai in Berlin beginnt.

Jando: Danke, dass ihr euch die Zeit genommen habt meine Fragen zu beantworten

Filmvorstellung mit Wotan Wilke Möhring

„Weil wir Champions sind“

Was ist schon „normal“? Diese Frage stellt die berührende Komödie „Weil wir Champions sind“, die das Anderssein feiert und humorvoll an einen inklusiven Umgang mit allen Menschen appelliert. „Weil wir Champions sind“ auf RTL+ – und ab dem 25. Mai 2022 um 20.15 Uhr bei VOX.

Vor der Kamera steht Wotan Wilke Möhring („Das perfekte Geheimnis“, „Tatort“) als erfolgsverwöhnter Basketballtrainer, der nach einigen Fehltritten Sozialstunden ableisten muss. Das bedeutet für ihn: Das neue Team des Bundesliga-Trainers ist eine Mannschaft mit kognitiv beeinträchtigten Menschen. Die neun Basketballer:innen sind die Stars dieser warmherzigen Geschichte – und werden ausnahmslos von Menschen mit Behinderung gespielt, die allesamt ihr Schauspieldebüt vor der Kamera feiern. Antonia Riet, Tanino Camilleri, Luca Davidhaimann, Christian Forst, Nico Michels, Jonas Relitzki, Jochen Riemer, Simon Rupp und Matthias Sander sind Teil der Mannschaft.

In weiteren Rollen sind Katharina Schüttler („Dogs of Berlin“), Ben Münchow („Das Boot“), Ursula Werner („Der Junge muss an die frische Luft“) und Sabine Vitua („Pastewka“) zu sehen.

„Ein ganz besonderer, wichtiger Film mit einer tollen Botschaft für die ganze Familie.“

Serienvorstellung mit Sönke Möhring

„Der König von Palma“

Ausschweifend, zwanglos, ekstatisch – der berühmt-berüchtigte „Ballermann“ steht für ausgelassene Feierstimmung. Der Partytourismus an der Playa de Palma, wie ihn sich aktuell viele wieder herbeisehnen, erlebte nach dem Kollaps der DDR seinen Boom. Das 6-teilige RTL+ Original „Der König von Palma“ zeigt erstmals in Serie, wie Mallorca zur Touristenhochburg emporstieg und wie hart umkämpft das Millionengeschäft mit den wiedervereinigten Deutschen Anfang der Neunzigerjahre war. Denn hinter den Kulissen profitierten Goldgräber vom Massentourismus und kämpften dafür mit härtesten Bandagen.

In seiner ersten Serienhauptrolle seit „Der letzte Bulle“ steht Henning Baum, in weiteren Rollen spielen u.a. Sönke Möhring („Inglourious Basterds“) ,Sandra Borgmann („Dark“), Pia-Micaela Barucki („Charité“), Martin Semmelrogge („Das Boot“), Eva Mona Rodekirchen („Gute Zeiten, schlechte Zeiten“), André Hennicke („Sophie Scholl – Die letzten Tage“) und Lucas Cordalis.

Mallorca ist ein nie erzählter deutscher Mikrokosmos, der wie kein anderer Ort die wilde Feierstimmung eines ganzen Volkes ausdrückt. Anfang der Neunzigerjahre erlebte die Baleareninsel eine glamouröse, ausschweifende und zugleich angsteinflößende Ära, die penibel genau recherchiert wurde und mit „Der König von Palma“ zum Leben erweckt wird.

Das Streaming Portal RTL+ zeigt alle sechs Episoden der ersten Staffel. Die zweite Staffel ist schon in Auftrag gegeben.

„Eine perfekte unterhaltsame und spannende Einstimmung auf den anstehenden Sommer.“

 

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